Dieter's Klavierseiten

Datenarchiv des Klavierbaus

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Adam, Gerhard

Pianofortefabrik, Wesel, 1828 – 1939

Mit geringen Mitteln begann Gerhard Adam im August 1828 den Bau des ersten Klaviers.
Längere Jahre hatte er in Wien seine Kenntnisse im Bau bereichert. Während über den ersten 100 Instrumenten volle 6 Jahre und über den ersten Tausend 24 Jahre gearbeitet worden waren, seien bis zum Jahre 1880, also nach weiteren 28 Jahren, 5000 fertig gestellt worden.
Auf den Weltausstellungen 1862 in London, 1878 in Wien, 1880 in Düsseldorf und zur Ausstellung 1881 in Detmold zeigte G. Adam ein gradsaitiges Pianino und 2 schrägsaitige. 1883 in Amsterdam zur Colonial-Ausstellung: „… drei Pianinos, darunter ein schwarzes geradsaitiges mit Messing-Stimmstockplatte, ein schwarzes kreuzsaitiges und ein geradsaitiges in Nussbaum, intonirt seine Instrumente unserer Ansicht nach zu weich, und dadurch wird der Ton zu sehr geschwächt, was in einem kleinen Salon weniger bedenklich, als im grossen Ausstellungsraum erscheint. Auf Spielart und innere Arbeit ist viel Fleiss und Sorgfalt verwendet worden“. (ZfI)

G. Adam
1866

Auf der Antwerpens Ausstellung 1885 errang sie die Goldene Medaille. Das Geschäft nahm von neuem einen kräftigen Aufschwung.
1885 erschien ein neuer, ein besonderer Katalog. „ … Die Weseler Firma hat die Lithographie in Anspruch genommen. Die Zeichnungen, in grünlichgrauem Teint gehalten, sind gut ausgeführt, wenn man berücksichtigt, dass die Herstellung in dem kleinen Wesel vor sich gegangen ist. Jedenfalls hat der Lithograph seine Sache besser gemacht als der Drucker, denn die vordere Textseite ist im höchsten Grade geschmacklos gesetzt“. (ZfI)

G. Adam

Das 10.000 Instrument wurde 1897 hergestellt, gleichzeitig folgte die Einweihung eines neuen Fabrikgebäudes.

Wieder folgte 1902 ein neuer Katalog, „… sehr geschmackvoll und prächtig ausgestattetes Heft in rote moderne Umschläge mit schwarzem Aufdruck. … Auch hier ist ein vorzügliches Glanzpapier zur Verwendung gekommen, auf dem sich die durchweg in sehr schöner Autotypie ausgeführten Abbildungen prächtig ausnehmen. Auf 29 Blatt treten uns zunächst eine Außenansicht und mehrere Innenansichten der Fabrik mit den verschiedenen Arbeitsräumen, sowie eine Aufnahme des Magazins (Kaiserplatz 4) entgegen. Dann folgen nicht weniger als 19 Pianino-Modelle in den verschiedensten Größen und Stylgattungen, darunter auch einige hochmoderne Entwürfe für Flügelmodelle“. (ZfI)

G. Adam

Düsseldorfer Industrie-Kunst- und Gewerbe-Ausstellung 1902:
„Außerordentlich strebsam scheint die Firma Gerhard Adam in Wesel zu sein. Wir begegneten hier zunächst einem Pianino in Mahagoni, dunkelroth gebeizt, mit höchst einfacher, aber sehr gefälliger Ausstattung … die Tonqualität ist nicht schreiend, aber sehr gesättigt und nobel berührt. Auch die Spielart ist sehr angenehm. Großen und edlen Ton weist das Pianino in Natur- Nußbaumgehäuse mit einfach stylisirten Blatt- und Blumenformen in Basrelief auf. Ein Pianino in Eichengehäuse mit Schnitzereien ist in herkömmlichem Style gehalten. Hingegen ist ein Pianino in hellem Ahorn mit hellbronzenen, geschmackvollen Beschlägen sehr modern“, und erhielt dafür auch das Diplom zur bronzenen Medaille. (ZfI)

Das 12.000 Instrument wurde 1902 hergestellt.

Am 28. August 1903 konnte die Pianofortefabrik von Gerhard Adam in Wesel die seltene Feier des 75-jährigen Bestehens begehen; „… ein Ereignis, das in der Fachpresse ganz besondere Erwähnung verdient und noch dadurch ein erhöhtes Interesse gewinnt, daß der Sohn des Begründers heute in voller Rüstigkeit und Schaffenskraft an der Spitze des vom Vater vor 75 Jahren gegründeten Geschäftes steht. …

Rückblicke auf 75 Jahre: „So unermüdlich nun auch Gerhard Adam für den Erfolg des eigenen Geschäftes tätig war, so vergaß er darüber doch nicht das Wohl seiner Mitmenschen, insbesondere das des Handwerkerstandes. Wußte er doch aus eigener Erfahrung am besten, wie notwendig dem Handwerker eine Fortbildung auch nach der Schulzeit ist. Was heute, doch erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit, von seiten des Staates und der Gemeinde durch Errichtung von Fortbildungsschulen bezweckt wird, das schuf unser Meister mit andern gleichgesinnten Männern schon im Jahre 1835 durch das Inslebenrufen einer Sonntagsschule für angehende Handwerker, die heute noch unter dem Namen Handwerker Fortbildungsschule in Wesel in hoher Blüte steht. Er selbst und andere erteilten den Unterricht ohne jede Vergütung und befähigten so eine Reihe von Handwerkern, ihr Fach mit erweiterten Kenntnissen und daher mit mehr Erfolg auszuüben.
Im Jahre 1851 fand in London die erste große Weltausstellung statt, welche Gerhard Adam mit den Erzeugnissen seiner Fabrik beschickte. Hierdurch verschafften sich diese auch im Auslande Eingang. Auf der ersten Düsseldorfer Ausstellung 1852 erhielten sie mehrere Preise. Einen großen Erfolg brachte dem rührigen Meister die Weltausstellung zu Paris 1855. Auf dieser wurde ihm der I. Preis, die silberne Medaille, und zweien seiner ersten Arbeiter eine lobende Erwähnung zuerkannt. … Im Jahre 1878 war es dem Gründer vergönnt, das 50-jährige Bestehen seines Geschäftes zu begehen. Ehrenbezeugungen empfing er von allen Seiten, auch von Allerhöchster Stelle wurden seine Verdienste anerkannt. Se. Majestät der König verlieh dem Jubilar den Kronenorden.
Nur ein Jahr sollte er diese seltene Feier überleben, am 5. Oktober 1879 schied Gerhard Adam im Alter von 82 Jahren — er war am 5. April 1797 geboren — aus dem Leben, das für ihn ein recht arbeits – auch erfolgreiches gewesen war.
Nunmehr übernahm sein Sohn Gerhard, geboren am 7. Mai 1852, der im September 1868 als Lehrling in die Fabrik ein getreten und in den Jahren 1871/72 in auswärtiger Fabrik tätig war, die alleinige Leitung. Der Wechsel in der Leitung fällt in eine schwierige Übergangszeit, in der im Pianobau eine große Umwälzung stattfand. Die alte Holzbauart wird durch die neue Eisenbauart verdrängt. An Stelle der grad- und schrägsaitigen Pianinos — Tafelklaviere wurden schon seit vielen Jahren nicht mehr fabriziert treten die kreuzsaitigen Pianinos. Diese Übergangszeit brachte dem jungen Leiter manche Schwierigkeit, die derselbe jedoch dank seinem Vorwärtsstreben und der Tüchtigkeit seines treuen Arbeiterstammes zu überwinden verstanden hat. …“(ZfI)

G. Adam

„Im Jahre 1889 starb die langjährige Leidensgefährtin des Gründers, 10 Jahre nach dessen Tode. In hohem Maße hat die Verstorbene zu der Entwicklung und Vergrößerung des Geschäfts beigetragen. Sie war die Tochter des früheren Gymnasial-Direktor und späteren Musikschriftstellern Professor L. Bischoff. Durch ihr reiches Wissen und ihre musikalischen Kenntnisse, sowie auch durch viele Reisen im ln- und Auslande hat sie es verstanden, immer weitere Kreise für das Adamsche Fabrikat zu interessieren.
Nach ihrem Tode 1889 ging die Pianoforte-Fabrik in den alleinigen Besitz ihres Sohnes Gerhard über. Im Jahre 1897 sah sich dieser gezwungen, die Fabrik in größerem Umfang zu erweitern. Der alte an der Esplanade gelegene Teil derselben wurde abgebrochen und an seiner Stelle ein vierstöckiger Neubau errichtet, der mit dem im Jahre 1858 erbauten Fabrikgebäude einheitlich verbunden wurde. Ein neues Treppenhaus mit eiserner Treppe und Aufzug neuester Bauart vermittelt den Verkehr mit sämtlichen Arbeitsräumen. Diese sowohl wie auch die Leim- und Wärmapparate, sowie die Trockenräume wurden mit Dampfheizung versehen.
Um den Käufern eine größere Auswahl in allen Sorten Pianos zu bieten und der auswärtigen Kundschaft den Besuch und die Wahl zu erleichtern, wurde im Jahre 1894 ein Grundstück im netten Stadtteil, am Kaiserplatz, in der Nahe des Bahnhofs, erworben und hier ein geräumiges Magazin errichtet In diesem findet eine stattliche Anzahl fertiger Instrumente Platz. … In demselben Jahre trat der älteste Sohn des jetzigen Inhabers, Kurt, geboren 24. September 1878, als Lehrling ein. Dieser unterstützt jetzt, nachdem er sich nach seiner Lehrzeit mehrere Jahre in einer auswärtigen Fabrik im Pianobau weiter ausgebildet hat, seinen Vater in der Leitung des Geschäfts. …
Auf der vorjährigen Ausstellung in Düsseldorf war die Firma Gerhard Adam mit einer größeren Anzahl Pianinos vertreten. Sie wurde hier mit einem Diplom nebst Medaille wegen guter Leistung in Ton und Klangfarbe von Musikinstrumenten ausgezeichnet … Fünfundsiebzig Jahre sind seit dem Tage, an dem mit dem Bau des ersten Adamschen Pianos begonnen wurde, heute verflossen. Fünfundsiebzig Jahre ernster und fleißiger Arbeit, Jahre stetigen ruhigen Fortschrittes, ein Beweis für die durchaus solide Geschäftsführung. Das Andenken an den Erbauer dieses ersten Instrumentes und an den Gründer des Geschäftes konnte wohl nicht würdiger geehrt werden, als durch eine erneute bedeutende Vergrößerung der Fabrik, deren Ausführung infolge der gesteigerten Nachfrage ein Bedürfnis geworden ist und deren Fertigstellung und Einweihung mit dem Jubiläum zusammenfällt. Das große, an der Kaldenbergstraße gelegene Gebäude, welches bisher zu Wohnungen diente, ist zu Fabrikationszwecken umgeändert worden. Ein großer Neubau, der an Stelle eines alten abgebrochenen Mittelgebäudes errichtet ist, verbindet die bisherige Fabrik mit dem Vordergebäude. So nehmen jetzt sämtliche Arbeitsräume einen Flächenraum von rund 3000 Quadratmeter, die doppelte Größe als bisher ein. Eine 30-pferdige Dampfmaschine treibt die Werkzeugmaschinen, deren Zahl bedeutend vermehrt ist und die in einer neuen geräumigen Maschinenhalle Aufstellung gefunden haben. Der Dampfkessel gibt den nötigen Dampf zur Erwärmung der Arbeitsräume, sowie zur Heizung der Trockenräume und Leimapparate. Die Beleuchtung geschieht durch selbsterzeugtes elektrisches Licht. Die Zahl der Arbeiter, welche bisher 60 betrug und unter denen sich viele befinden, die 25, 30 und 40 Jahre ununterbrochen in der Fabrik tätig sind, wird auf 100 bis 120 erhöht werden. Dadurch ist die Leistungsfähigkeit der Fabrik auf das Doppelte gesteigert. …
Wir haben ein Bild von der Gründung und Entwickelung einer Firma gegeben, die, auf gesunder Grundlage durch eigenes Können und eigene Arbeitskraft aufgebaut und von soliden Grundsätzen geleitet, ihrer ganzen jetzt 75-jährigen Vergangenheit nach die Gewähr bietet, auch ferner durch ihre Erzeugnisse sich selbst wie der deutschen Industrie auf dem Gebiete des Klavierbaues Anerkennung und Erfolg zu erwerben“. (ZfI)

G. Adam

1903, das 75-jähriges Bestehen der Firma wurde mit ihren Arbeitern und deren Angehörigen im Lokale Lilienveen gefeiert. „Nachdem durch ein Festessen der Festabend eingeleitet worden, hielt der Chef der Firma eine Ansprache, worin er betonte, daß er hauptsächlich die Feier veranstaltet habe, um das Andenken seines verstorbenen Vaters, des Gründers der Firma, zu ehren und seinen getreuen Arbeitern Dank zu sagen für die Anhänglichkeit und Pflichttreue, wodurch es ihm ermöglicht worden, das Geschäft auf die jetzige Höhe zu bringen. Die Rede klang in ein Hoch aus auf seine getreue Arbeiterschaft. Hierauf wurden die Anwesenden durch ein sinniges lebendes Bild, darstellend die lebensgroße Photographie des Gründers inmitten eines Aufbaues von Lorbeerbäumen, umgeben von den ältesten Arbeitern, die schon unter seiner Leitung gestanden, überrascht. Unter ihnen bemerkte man auch den alten Werkführer Paschen, der schon 47 Jahre dem Hause Adam angehört, und dem bei Gelegenheit dieses Jubiläums vom Könige das „Allgemeine Ehrenzeichen“ verliehen worden ist. … Ein munterer Festball beschloß die Feier, und es zeigte dieser Abend wieder, welch ein gutes Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern herrscht“. (ZfI)
Gerhard Adam teilte mit, „daß er seinen Sohn Kurt, der schon mehrere Jahre im Geschäft tätig ist, als Teilhaber aufgenommen habe. …

Einen illustrativ prächtig ausgestatteten Katalog in handlichem Querformat, bestehend aus zwei getrennten Teilen, hat die Pianofortefabrik 1906 kürzlich herausgegeben. „Der Hauptkatalog gibt in Autotypie eine Ansicht der Fabrik nach der Vergrößerung im Jahre 1903 und 7 Innenräume derselben im Betriebe wieder. Dann folgen als Haupttypen der Fabrikation 6 Pianino- und 2 Flügel-Modelle verschiedener Größe und Bauart, wie sie in Schwarz, Nußbaum und Eiche stets vorrätig sind. Wird ein Pianino in anderer Ausstattung gewünscht, dann bietet das zweite Heft eine Zusammenstellung von Ausstattungen von Pianinos in einer Auswahl von 20 Modellen in den am meisten gewünschten Stilarten. Es befinden sich darunter prächtige Entwürfe älteren wie modernen Stils, die durch die vorzüglichen Autotypien und den sauberen Druck zu schönster Geltung kommen“. (ZfI)

1908 stellte Adam das 15000 Instrument her, verbunden mit einer „wohl gelungenen Feier im Wülfingschen Etablissement. …
Einen äußerst vornehm und künstlerisch ausgestatteten Katalog in gefälligem, handlichem Taschenformat (18 x 14% cm) hat die Firma 1913 zum Versand gebracht. Er besticht sofort durch seine aparte Aufmachung … das 80 Seiten starke Heft zeigt … nicht weniger als 26 Pianino-Modelle in stilvollen, modernen Gehäusen, 3 Flügel Modelle und 3 Phonola – Einbaupianos sowie die Ansichten der Innenkonstruktion eines Pianinos und eines Flügels treten uns in vortrefflicher Illustration entgegen“. (ZfI)

G. Adam

Am 5 März 1920 starb Gerhard Adam. „Ein hochangesehener und beliebter Vertreter des deutschen Klavierbaues ist mit ihm dahingegangen, ein arbeits- und segensreiches Leben hat mit ihm seinen Abschluss gefunden“. (ZfI)
Aus seinem Nachruf: „Die Aufregungen der Kriegsjahre, die Sorge um den jüngsten Sohn, der als Seeoffizier in großer Lebensgefahr schwebte, sowie um zwei in vorderster Front kämpfende Schwiegersöhne, von denen einer sein Leben auf dem Felde der Ehre lassen musste, und schließlich der furchtbare Zusammenbruch unseres Vaterlandes, brachen auch seine bis dahin noch so frischen Kräfte. Ein heftiges Herzleiden zwang ihn, sich größte Schonung aufzuerlegen.

G. Adam
Mit lebhaftem Interesse folgte er im letzten Jahr noch dem Entstehen der letzten Erweiterungsbauten, die mit neuem großen Dampfkessel mit Überhitzung, einer 100 PS Heißdampfmaschine, den allerneuesten Holzbearbeitungs-Maschinen und Furniereinrichtungen sowie Holztrockenanlagen versehen, sein Lebenswerk krönten und den Betrieb zu einem der besteingerichteten der Gegenwart gemacht haben. So hat ihn nun ein Herzschlag von allen weiteren Leiden erlöst. … Aber auch seine Vaterstadt verliert in dem Dahingeschiedenen einen hochgeachteten und beliebten Bürger, der 33 Jahre der Stadtverordneten-Versammlung, darunter 20 Jahre als Beigeordneter, angehörte. In dieser langen Zeit war er immer darauf bedacht, das Wohl der Allgemeinheit nach seinen besten Kräften zu fördern. Als Mitgründer und Vorsitzender des Gemeinnützigen Bau Vereins bat er sich auch große Verdienste zur Behebung der Wohnungsnot erworben. (ZfI)

Wie sehr ihn seine Angestellten und Arbeiter verehrten, zeigen die Worte des ihm gewidmeten Nachrufes: „Streng, aber durchaus gerecht, ein gütiger Berater und Helfer in des Lebens Drangsal, verlieren wir in dem Verstorbenen einen allezeit hochgeachteten Arbeitgeber.“ Aber auch seine Vaterstadt verliert in dem Dahingeschiedenen einen hochgeachteten und beliebten Bürger, der 33 Jahre der Stadtverordneten-Versammlung, darunter 20 Jahre als Beigeordneter, angehörte. In dieser langen Zeit war er immer darauf bedacht, das Wohl der Allgemeinheit nach seinen besten Kräften zu fördern. Als Mitgründer und Vorsitzender des Gemeinnützigen Bau Vereins bat er sich auch große Verdienste zur Behebung der Wohnungsnot erworben.

Wie sehr ihn seine Angestellten und Arbeiter verehrten, zeigen die Worte des ihm gewidmeten Nachrufes: „Streng, aber durchaus gerecht, ein gütiger Berater und Helfer in des Lebens Drangsal, verlieren wir in dem Verstorbenen einen allezeit hochgeachteten Arbeitgeber. …
Aber auch seine Vaterstadt verliert in dem Dahingeschiedenen einen hochgeachteten und beliebten Bürger, der 33 Jahre der Stadtverordneten-Versammlung, darunter 20 Jahre als Beigeordneter, angehörte. In dieser langen Zeit war er immer darauf bedacht, das Wohl der Allgemeinheit nach seinen besten Kräften zu fördern. Als Mitgründer und Vorsitzender des Gemeinnützigen Bau Vereins bat er sich auch große Verdienste zur Behebung der Wohnungsnot erworben. …
Wie sehr ihn seine Angestellten und Arbeiter verehrten, zeigen die Worte des ihm gewidmeten Nachrufs: „Streng, aber durchaus gerecht, ein gütiger Berater und Helfer in des Lebens Drangsal, verlieren wir in dem Verstorbenen einen allezeit hochgeachteten Arbeitgeber.“ (ZfI

G. Adam

Die Firma Gerh. Adam, beging am 29. September 1928 die Feier ihres 100-jährigen Bestehens.
„Über das Vermögen der offenen Handelsgesellschaft Gerh. Adam in Wesel und der persönlich haftenden Gesellschafter: Kurt Adam und Hans Adam, Klavierfabrikanten, beide zu Wesel, wurde am 31. Oktober 1930 das Vergleichsverfahren eröffnet“. (ZfI

„Infolge der Weltwirtschaftskrise muß die Firma im Okt. 1930 die Zahlungen einstellen, am 29. Nov. 1930 wird das Konkursverfahren über das Vermögen der Firma und der Gesellschafter Kurt und Hans Adam, dem zweiten Sohn von Gerhard Adam, nach Vergleich aufgehoben. Gleichzeitig erlöschen die Zweigniederlassungen Düsseldorf und Dortmund. Nach Durchführung des Liquidationsvergleichs erlischt auch die OHG im Mai/Juni 1939“. (Henkel)