Weidenslaufer, Theodor

Pianofabrik, Berlin, 1872 – 1898

.. billige Klaviere, eine der -zig kleinen Firmen, die Ende des 19. Jh. für ein paar Jahre keine hochwertige Klaviere bauten, bald verschwanden … kurzlebige Retortenbabys … ein eher unerwähnenswerter Hersteller. (Meinungen aus einem Forum).

Lohnt es sich überhaupt über Weidenslaufer zu schreiben?

Ja, er gehört mit in die Geschichte des deutschen Klavierbaues mit allen kaum nennenswerten Geschichten.

Ein erster Nachweis ist der Bericht von der „Colonial-Ausstellung in Amsterdam 1883“:

„Th. Weidenslaufer in Berlin führt vier sogenannte Pianettes, echte wohlfeile Berliner Waare, vor. Im Hinblick auf den äusserst geringen Preis sind die Klaviere nicht ohne Verdienst, wenn auch der Ton etwas roh und wenig ausgeglichen erscheint. Die Zusammenstellung der Mechanik lässt manches zu wünschen übrig und fanden wir, dass die Dämpfung bei allen vier sehr mangelhaft war. Bei dem doppelkreuzsaitigen konnten wir auch der Spielart wenig Geschmack abgewinnen. An einem anderen Instrument war die Ausstattung in Nickel nicht glücklich gewählt, während bei einem in schwarzen Kasten verschiedene Leisten los waren, was besonders bei für Export bestimmten Klavieren nicht vorkommen darf. Möchten doch die Herren Fabrikanten von der billigen Waare ablassen, es ist ja schliesslich nicht möglich, an solche Klaviere den strengen Maassstab anzulegen“.

Sein Doppel-kreuzsaitiges Instrument schien eine Eintagsfliege gewesen zu sein.

Im Juni 1885 stellte die Züricher Firma „Hüni & Hübert“ eine „Neuerung im Rastenbau des Pianos“ vor. Einen Monat später stellte C. Otto und Th. Weidenslaufer ihre Konstruktion vor: Eine T-förmige Eisenraste „für Pianofortes“:

„Unsere Neuerung bezweckt die einheitliche Herstellung einer Raste eigenartiger Eisenconstruction, bei welcher kein anderes Mittel zur Aufnahme der Saitenspannung als ausschliesslich das T-Eisen benutzt wird“. Es folgte eine ausführliche Beschreibung mit der abschließenden Bemerkung: „Die Raste ist sowohl für den Bau gradsaitiger, als auch kreuzsaitiger Pianinos geeignet, das System ist ebenso auf Flügel anwendbar. Resonanzboden, Stimmstock und Anhängeplatte werden in äusserst einfacher Weise an der Raste befestigt und das Gehäuse mit der letzteren durch wenige Schrauben verbunden, sodass es auch dem Laien keine Schwierigkeiten bereiten wird, das Instrument zu zerlegen und wieder zusammenzustellen. Dieser Umstand dürfte namentlich da von Werth sein, wo der Transport eines ganzen Instrumentes nicht zu bewerkstelligen ist, wie z. B. auf Gebirgswegen, schmalen Treppen etc. – Die Unterzeichneten habe also dasselbe Ziel im Auge, welches die Herren Hüni & Hübert mit ihrer Construction mit viel grösserer Einfachheit erreicht zu haben … Einige nach dieser (unserer) Construction gebauten Pianinos stehen bei uns zu Ansicht und laden wir die Fachgenossen zur Besichtigung und Prüfung hierdurch ein. Die Instrumente haben einen vollständig reinen, von jedem metallischen Beiklang freien, gleichmässigen Ton; die Stimmung hält sich sehr gut“.

Schon in der nächsten Ausgabe der ZfI folgte die „Entgegnung“ aus Löbau, von August Förster:

Im letzten Blatte „finde ich Zeichnung und Beschreibung eines Eisenrastes für Pianinos, construirt von den Herren Otto und Weidenslaufer in Berlin. Da dies als etwas Neues hingestellt wird, so halte ich es für meine Pflicht hiermit zu erklären, dass ich fast genau dieselbe Construction vom Jahre 1859 an und bis 1873 ausschliesslich angewandt und bis 1876 Königl. Sächsisches Patent darauf gehabt habe. Der einzige Unterschied an meiner Construction ist nur der, dass ich den Stimmstock und den Resonanzboden auf eine viel einfachere und praktischere Weise befestige, als dies, soviel man aus der Zeichnung ersehen kann, bei den Herren Otto und Weidenslaufer der Fall ist …“

Wiederum in der nächsten Ausgabe meldeten sich C. Otto und Th. Weidenslaufer: „… Dass

Eisenconstructionen im Pianofortebau an sich nicht neu sind, ist uns nicht unbekannt, dieselben hatten aber stets den Nachtheil zu grosser Schwere und erst durch ausschliessliche Anwendung von T-Eisen ist möglich geworden, eine Raste herzustellen, welche bei genügender Haltbarkeit das Gewicht eines Pianofortes gegenüber der gebräuchlichen Bauart nicht erhöht … Es liegt jedenfalls im allgemeinen Interesse, auch die Construction des Herrn Förster näher kennen zu lernen, ebenso die Erfahrungen, die er in dieser Beziehung gemacht hat; es wird sich dann auch beurtheilen lassen, ob unsere Raste derjenigen des Herrn Förster in der That so ähnlich ist, wie in der Entgegnung angegeben“.

Breiten Raum nahmen die Berichte über die Konkurse und die damit verbundenen Eigenartigkeiten ein.

Zunächst 1887 erfolgte die Anmeldung des Konkurses, aber Mitte des Jahres 1888 wurde ein eigenartiges Rundschreiben verbreitet: „… an die Unterstützung begüterter Herren – vorzugsweise an solche unserer Bestandtheile-Industrie – appelirt zum Zwecke der Wiederaufrichtung der Weidenslaufer`schen Fabrik:

Einer der bedeutendsten Artikel unserer Export-Industrie ist das Pianoforte. Das deutsche Fabrikat hat an allen ausländischen Märkten ein Uebergewicht gegen fremde Fabrikate erlangt. Mit vielen Opfern an Fleiß, Ausdauer und Geld gewann die Fabrik Weidenslaufer durch ihre guten Leistungen ein großes Ansehen im In- und Auslande und besonders an überseeischen Plätzen. Diese Fabrik, in welcher über 100 Arbeiter beständig beschäftigt und mit deren Hülfe jährlich circa 1400 Pianinos verschiedener Größen fertig gestellt wurden, steht zur Zeit zum allgemeinen Bedauern still. Es fehlt an Capital. … An der Wiederaufrichtung der Fabrik zeigt sich sowohl von Seiten der langjährigen Kundschaft, wie von Seiten der Lieferanten und Arbeiter ein reges Interesse“.

Die sonderbare Bitte um Kapital wurde bestimmt gelesen, das „nöthige Capital“ kam nicht.

Das Curatorium bat noch „um gütige Empfehlung in Freundeskreisen und um gefällige Angabe von Adressen, an welche wir uns mit unserer Bitte wenden dürfen“.

Die Redaktion der ZfI schrieb darunter: „Wir halten es für überflüssig, viele Worte über dieses Bittgesuch zu verlieren, da wir der festen Ueberzeugung sind, daß Niemand für solch` ein aussichtsloses Unternehmen auch nur einen Pfennig hergeben wird“.

Nach dem Konkurs 1887 wurde Ende Oktober 1888 die neue Firma „Piano-Fabrik Weidenslaufer“ im Berliner Handelsregister eingetragen.

„Zum Kapitel Schäden im Pianogeschäfte“ erhielt 1891 die ZfI ein „vertrauliches Kaufangebot zugeschickt, welches im Schul-Anzeiger für Unterfranken und Aschaffenburg entnommen ist“. Weidenslaufer bot, selbstverständlich vertraulich, Instrumente an zum Vorzugspreis und hohe Provision bei der Vermittlung von Verkäufen.

Dazu wurde bemerkt:

„Unseres Wissens existirt eine Pianofabrik von Weidenslaufer gar nicht mehr; soweit wir unterrichtet sind, darf Weidenslaufer überhaupt nichts haben. Er hat gar kein Lager, am wenigsten noch eine eigene Fabrik; er kauft nur, wenn Bestellungen erfolgt sind, billige Instrumente an“.

Weitere eigenartige Geschäftsgebaren veranlassten Pianohändler aus verschiedensten Gegenden, Klage 1893 gegen Weidenslaufer zu erheben: Weidenslaufer schickte seine Pianos bahnlagernd nach irgendeinem Ort, ließ dort annoncieren, dass der Empfänger die Annahme verweigere. Um die Rückfracht zu sparen, möchte er das Instrument an einem bestimmten Tage öffentlich versteigern. Das Klavier wurde unter dem Minimalpreis verkauft. „Durch ein solches Geschäftsgebahren wird der solide Pianohandel auf´s schwerste geschädigt. Wir geben uns aber der Hoffnung hin, daß der `Verein der deutschen Piano-Fabrikanten` Mittel und Wege finden wird, dem immer mehr einreißenden unsoliden Geschäftsgebahren wirksam entgegen zu treten“.

1893 erfolgte ein zweiter Konkurs. Kleinere Fabrikanten wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Das Kapitel „Schäden im Pianoforte-Geschäfte“ nahm immer wieder breiten Platz ein:

„Ueber die berüchtigten Wander-Auktionen von Weidenslaufer, Berlin, der nun zum zweiten Male bankerott ist, wird uns nachträglich noch folgendes mitgetheilt:

In bekannter Weise wurde nach dem alten Muster … eine Piano-Versteigerung … angezeigt“.

Ein neues Nußbaum-Pianino in kreuzsaitiger Eisenconstruction von Weidenslaufer wird „öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert“.

Dazu schrieb der Klavierbauer Franz Hell aus Elmshorn: „… begab ich mich zum Bürgermeister mit der Anfrage, ob die Firma Weidenslaufer Wander-Gewerbesteuer bezahlt hätte. Es wurde dieses verneint, aber mir sofort zugesagt, dieses zu veranlassen, was auch geschah. Die Versteigerung konnte nicht stattfinden, weil keine Käufer da waren. Ich glaube, daß dieser Firma es bedeutend schwieriger gemacht würde wenn die Fachgenossen bei vorkommender Gelegenheit die Behörden auf das Treiben aufmerksam machten“.

1893/94 folgten einige Konkursnachrichten bis zum Schlusstermin im Juni 1894.

Fast zur gleichen Zeit startet Weidenslaufer seine alten Manöver, er kann´s nicht lassen. Im erzgebirgischen Aue fand sich die Anzeige: „1 feineres Pianino billig zu verkaufen. … Reflektanten erhalten dasselbe auf Probe und wollen sich wenden an die Fabrik Weidenslaufer. … Es wäre interessant zu erfahren, ob dieses Klavier, der früheren Praxis entsprechend, wieder an eine nicht existierende Adresse von Berlin aus zum Versandt gekommen ist“.

Ein Leser bemerkte zu dem Weidenslaufer Muster: „Er pflegt Pianinos an seine resp. seiner Firma

Adresse mit der Bahn nach irgend einer Station zu schicken und kündigt dann in dem betr. Lokalblatte an, daß ein feines Pianino angekommen sei. Das Publikum glaubt natürlich, daß es sich hier um einen vortheilhaften Gelegenheitskauf handelt, denn wer soll wohl auf den Gedanken kommen, daß der Fabrikant dies Instrument unbestellt unter seiner eigenen Adresse abgeschickt hat“.

Genug, – leider nein, es geht weiter. Jetzt aber gekürzt, sonst wird es langweilig.

Th. Weidenslaufer wehrt sich, in seinem Handel sei nichts Unerlaubtes, Unlauteres oder Schädigendes. Und droht, wenn jemand seine redlichen Bestrebungen in seinem Geschäft behindert oder herabwürdigende Artikel schreibt, dann wird er mit Hilfe des Gerichts dagegen vorgehen.

Die Redaktion spricht von einer Unverfrorenheit „um einen gelinden Ausdruck zu gebrauchen“.

Das war 1894 – Schlammschlachten – und noch vergehen 110 Jahre, bevor Schlammschlachten per Facebook nicht besser wurden.

Noch 1894 und 1895 sandte Weidenslaufer Anzeigen in verschiedene Städte. In der ZfI wurde wiederum vor einem „derartigen Kaufe“ gewarnt. „Wir können daher allen Fabrikanten und Händlern nur dringend ans Herz legen, sofort, nachdem in irgend einem Blatte eine Ankündigung eines Weidenslaufer-Klavier aufgetaucht, die Polizeibehörde von diesem Manöver in Kenntnis zu setzen und dem Publikum durch eine Gegen-Annonce … die Augen zu öffnen“.

Nach zwei Jahren Ruhe – jetzt erst recht. Weidenslaufer betreibt nur noch eine Pianohandlung, die kurze Zeit später von Dittberner übernommen wurde, 1898 wurde die Firma Weidenslaufer im Handelsregister gelöscht. Ein Jahr zurück, 1897, wiederum schickt Weidenslaufer Rundschreiben an Lehrer und Musiker in Bayern:

„… Vertraulich! Geehrter Herr! Mein vor 25 Jahren begründetes Geschäftshaus ist weltbekannt geworden. Auf der Internationalen Ausstellung in Amsterdam wurden meine Fabrikate preisgekrönt (Bronzene Medaille). Es giebt wohl kaum eine Stadt im deutschen Reiche, in welcher nicht die beliebten Weidenslaufer-Pianos vertreten sind. … Viele Tausend Zeugnisse rühmen die vorzüglichen Eigenschaften der Instrumente, ihre Eleganz im Aeußeren, ihren Werth im Inneren und ihre große Haltbarkeit.

Wer im Besitz eines Weidenslaufer-Pianos ist, sorgt aus Dankbarkeit, daß Andere ebensolches kaufen. Ueber Zehn Tausend Pianos mit dem Namen `Weidenslaufer` zeugen in allen Ländern der Erde von deutscher Kunst und deutschem Fleiß.

Nach 25 Jahren brauche ich nicht mehr zu annonciren, meine Firma ist im Publicum wie in den Kreisen aller Berufsmusiker und Sachverständigen bestens bekannt. Die Ersparniß durch den Fortfall von Inseraten will ich den Herren Lehrern und Sachverständigen, welche für mich Verkäufe vermitteln, zu Gute kommen lassen und zahle fortan – 20% Provision – vom Original-Fabrikpreise aller Gattungen meiner Pianos. Diskretion ist gegenseitige Ehrensache. … In Erwartung Ihrer geschätzten Aufträge empfehle ich mich Ihnen. Hochachtungsvoll

Th. Weidenslaufer“.

Reaktion der Zeitschrift: „… Was die bewilligten Rabattsätze anbelangt, so wird Jeder darin eine Schleuderei ohne Gleichen erblicken müssen. Die ganze Art dieses Rundschreibens bedarf übrigens keines Commentars; es spricht dasselbe zur Genüge für den Verfasser und die Art seines Geschäftsbetriebes“.

In einem großen Katalog von 1898 wollte Weidenslaufer für seine Instrumente „gegen Casse 30% Rabatt und 20 Jahre Garantie“ gewähren. Verständlich, dass der „Verband Deutscher Klavierhändler“ energisch protestierte. Vor dem Amtsgericht in Berlin drohte Weidenslaufer der Prozess. Doch soweit kam es nicht. Er schickte an den Gesamtvorstand ein Entschuldigungsschreiben, welches „nach erfolgter Abstimmung als genügende Sühne angenommen“ wurde:

„Th. Weidenslaufer, Berlin, 18. November 1901

Verehrl. Vorstand des Verbandes Deutscher Klavierhändler … Ich bedaure, daß ich durch meine Chiffre-Annonce den Anschein des unlauteren Wettbewerbes, den ich niemals beabsichtigte, erregt habe, und erkläre auf Ihren Wunsch, daß ich hierdurch anerkenne, daß ich durch die Aufgabe der Chiffre-Annonce, betr. das Angebot eines billigen Pianinos, mich nicht wissentlich eines unlauteren Mittels zum Absatz von Instrumenten bedient habe, und verspreche dies in Zukunft zu unterlassen.

Mit kollegialischer Hochachtung ergebenst Th. Weidenslaufer“.

So einfach ging das!

Wer war Weidenslaufer? Er wurde 1848 geboren, nach seiner Ausbildung als Kaufmann war er Handlungsgehilfe, bis er 1872 eine Klavier-Großhandlung gründete. 1881 begann er mit eigener Produktion. 1882 bewarb er sich um ein Hofprädikat, ergebnislos. Dafür stieg er ein in Phantasie-Sphären: 1903 führte er den Titel: „Ritter pp. und Pianoforte-Fabrikant“. Wäre er nicht besser auf einer Weide gelaufen um seinem Namen Ehre zu machen.

Dieses war der … Streich, doch der letzte folgt sogleich.

„…und verspreche dies in Zukunft zu unterlassen“, schrieb er 1901. Ja, aber, wie auch bei Wilhelm Busch folgte fünf Jahre später sein letzter Streich:

Die bekanntlich unlautere Geschäftspraxis kam noch einmal in aller Deutlichkeit zur Sprache. Sein Wirkungsfeld war diesmal nicht Süddeutschland sondern Mecklenburg. Seine Preisliste enthielt die auffällige Reklame:

„Weidenslaufer-Pianinos, Gegründet 1872. Absatz über 20.000 Pianinos nach allen Kulturländern. Preisgekrönt auf der internationalen Ausstellung in Amsterdam 1883“. Die beiliegende Broschüre enthielt auf der Innenseite folgende Reklame: „Die Weidenslaufer-Pianinos gehören zu den vornehmen Instrumenten unserer Zeit, dieselben befinden sich seit länger als 30 Jahren im Gebrauch der feinen Gesellschaft … Sie halten gut Stimmung und sind deswegen bevorzugt, wo Stimmer nicht immer zur Hand sind. Die Marke ist so bekannt und die Herstellung so gleichmäßig, daß man die Pianos ungesehen kauft.“

Unter „Vermischtes“ gab es eine letzte Notiz zum „unerwähnenswerten Hersteller“.

„Wir stellen deshalb fest, daß eine Pianofabrik von Weidenslaufer in Berlin nicht existiert. … Es ist also unwahr, wenn Weidenslaufer sich als Pianofabrikant hinstellt. … Eine Geschmacklosigkeit sondergleichen aber ist es, auch noch eine vor dreißig Jahren erworbene Kriegsauszeichnung mit einer solchen Reklame zu verquicken. Was hat denn das eiserne Kreuz mit den von Weidenslaufer vertriebenen Pianinos zu tun? … Jedenfalls werden in nächster Zeit aus den Reihen der Fabrikanten und Händler Schritte getan werden, um einen solchen, den soliden Handel aufs schwerste schädigenden Geschäftstreiben Einhalt zu tun“.

Höhere Gewalt setzte seinem Treiben ein Ende, Weidenslaufer starb 1906. Nicht einmal eine Randnotiz in der ZfI erwähnte sein Dahinscheiden.

Die ganz am Anfang erwähnten Meinungen aus einem Forum – so ganz unrecht waren sie nicht.

Und trotzdem – es war ein Stück deutscher Klaviergeschichte.

(Quelle: Zeitschrift für Instrumentenbau, 1880 – 1943)