Hölling-Spangenberg

Friedrich Hölling wurde am 16. Februar 1814 „zu Ende bei Herdecke“ geboren. Nach dem Besuch
der Volksschule erlernte er im Orte das Tischlerhandwerk. „Früh übt sich, was ein Meister werden
will“ – so zeigte er schon in seinem zwölften Lebensjahre „Anlagen für das Stimmen der Claviere“.
Einige Stammkunden konnte er sein eigen nennen. Ein damals geachteter Volksvertreter
veranlasste, dass sich Hölling als Tischlergeselle dem „Instrumentenfache zuwandte“. Zunächst bei
„Mowers in Dortmund und Ibach in Barmen wurde das Fundament gelegt, auf Grund dessen
Hölling nach Leipzig wanderte um hier in fast sämmtlichen – es waren damals ja nur wenige der
Zahl nach – Werkstätten zu arbeiten“. Er blieb nicht in Leipzig, der „Drang nach immer weiterer
Ausbildung“ brachte Hölling nach Profen bei Zeitz zu dem Instrumentenmacher Landmann. Er
hatte „stets eine grosse Anzahl von Clavieren aus den verschiedensten Fabriken in Reparatur und
auf Lager. Diese in Stand zu bringen war lange Zeit Arbeit unseres Hölling“.
1879 wurde das 15.000 Instrument hergestellt. Zahlreiche Preise und Medaillen konnte die Firma
für sich verbuchen:
Einen ersten Preis, eine Preismedaille, eine bronzene, eine goldene und schließlich die „bronzene
Medaille der König Ludwig Preisstiftung“.
Seine kgl. Hoheit des Prinzen Georg von Preussen ernannte die Firmen-Inhaber zu Hof-
Pianofortefabrikanten und zur „Ermächtigung zur Führung des Prinzlichen Wappens“.
Am 21. Dez. 1879 starb Friedrich Hölling.
1886 wurde der Konkurs gemeldet, der aber im Laufe der nächsten Jahres aufgehoben wurde.
Am 1. März 1888 wurde die OHG C. Hölling & Spangenberg mit den Gesellschaftern Frau Clara
Hölling und dem Kaufmann Paul Spangenberg aus Dresden neu gegründet.
1886 wurde der Konkurs gemeldet, der aber im Laufe der nächsten Jahres aufgehoben wurde.
Am 1. März 1888 wurde die OHG C. Hölling & Spangenberg mit den Gesellschaftern Frau Clara
Hölling und dem Kaufmann Paul Spangenberg aus Dresden neu gegründet.
1926 wurde der „verehelichten Fabrikbesitzer Käthe Hölling in Zeitz Prokura erteilt“.
Ein Urenkel (so im „Lexikon Deutscher Klavierbauer, H. Henkel nachzulesen) übernahm die Firma,
die bis 1986 bestand.

Insgesamt wurden, nach dem „Atlas der Pianonummern“, ca. 37.200 Instrumente hergestellt.

Hölling-Spangenberg